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Charakterisierung von Transgendern PDF Drucken
Donnerstag, den 02. August 2007 um 18:48 Uhr

 

Charakterisierung von Transgendern (unter Beibehaltung beider Geschlechterrollen)

Bei Transgendern handelt es sich um biologische / anatomische Männer, die sich mental als Frau fühlen. Sie bestreiten ihr Alltagsleben, also das Leben z.B. in der Familie, bei der Arbeit und bei der Freizeitgestaltung als Mann, sind in der Regel heterosexuell veranlagt, leben überwiegend in einer festen Beziehung mit einer biologischen Frau und haben auch Kinder.

Durch das oft verschwiegene Doppelleben als biologischer Mann und gefühlsmäßige Frau, was sie gelegentlich durch das Tragen von weiblicher Kleidung und weiblichen Frisuren in Form von Perücken sowie dem Auflegen von Schminke ausleben müssen, leben sie oft in einem starken Konflikt mit sich und ihrem nächsten Umfeld.

Die Neigung zum Transvestitismus zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und bis heute gibt es keine eindeutige und sichere Erkenntnis darüber, welche Ursachen es für diese Neigung gibt.

Eine Erklärung dafür könnte ein genetischer Defekt des Y-Chromosoms sein, der sich bereits in der embryonalen Entwicklung eingeschlichen hat. Dies könnte in der Folge auch psychische Störungen bei den betroffenen Personen hervorrufen, wenn sie ihre eigene Identität, die nicht eindeutig männlich ist, obwohl alle primären Geschlechtsmerkmale voll ausgebildet sind, in Frage stellen. Diese oder eine andere medizinische Erklärung könnte begründen, warum Transgender normalerweise keine sexuelle Motivation haben (insbesondere keinen sexuellen Fetisch), wenn sie ihre Neigung zur inneren Zufriedenheit ausleben.

In der Gesellschaft ist diese Form des Transvestitimus kaum bis gar nicht bekannt. Es herrscht das große Vorurteil, dass alle Männer in Frauenkleidern entweder schwul sind, einen sexuellen Fetisch ausleben oder Künstler im Travestie-Bereich sind. Es fehlt die Aufklärung und Information über diese spezielle Form des Transvestitimus unter Beibehaltung beider Geschlechterrollen.

 

Persönliche Anmerkung zum Thema „Neigung":

Als ich meinen Mann sagte, dass ich nicht verstehen könnte, warum er sich in eine Frau verwandelt, wenn er keine sexuellen Absichten damit verfolgt und keine geschlechtsangleichende Operation ansteuert, versuchte er mir das Gefühl zu erklären, das ihn zu dieser Verwandlung zwingt.

Er hat das Gefühl, dass sein inneres Ich in einem falschen Körper steckt. Irgendwann klopft es von Innen an seine Hirnschale und dann fühlt er eine immer stärker werdende Unzufriedenheit. Wenn er sich dann umzieht, schminkt und weiblich gibt, dann lässt dieser Druck gegen die Hirnschale nach und er fühlt eine innere Zufriedenheit. Er empfindet das Gefühl von weiblichen Stoffen auf seiner Haut als sehr angenehm, findet weibliche Kleidung ausdruckstärker und schöner als männliche Kleidung, mag das Betonen der Weiblichkeit durch Schminke und Accessoires und fühlt sich in der Rolle als Frau auch deshalb wohl, weil er es ja, wenn das Passing stimmt und er dafür Anerkennung von anderen Transgendern bekommt.

Er möchte damit niemanden wehtun. Auch betont er immer wieder, dass er sich nicht verändert hat. Er war schon immer so, nur früher wusste ich nichts davon. Ich glaube ihm, dass er mich sehr liebt und alles für mich tun möchte, damit ich glücklich bin, nur kann er es nicht lassen, der Neigung nachzugeben. Er kann es vorübergehend tun, aber dann kommt das Gefühl, die Sehnsucht, der innere Druck, der Wunsch und die Unzufriedenheit zurück und zwar noch sehr viel stärker als vorher. Er muss es einfach tun. Es ist wie ein psychischer Zwang, um eine gefühlsmäßige Zufriedenheit zu erlangen.

Nach meiner Erkenntnis glauben die meisten Psychologen, dass man diese Neigung nicht (weg)therapieren kann.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. November 2007 um 17:00 Uhr
 
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