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Seite 12 - November 2008 (Shopping / Outing bei meinem Bruder) PDF Drucken
Geschrieben von: Tamara   
Samstag, den 01. November 2008 um 03:39 Uhr

01.11.2008 - Shopping

Im Februar 2009 steht der nächste Gala-Abend an. Da ich mich in dem roten Abendkleid vom letzten mal nicht wirklich ansehnlich fand, bin ich auf der Suche nach etwas neuem. Es wird zwar leider nicht das "kleine Schwarze" werden, aber die Farbe stimmt schon. Mir schwebt ein asymetrischer, knielanger Rock, eine Neckholder-Korsett und ein langärmliger Bolero oder Blazer vor. Alles aus schwarzem Satin.
Da ich heute Vormittag ein bisschen Zeit habe, habe ich mich gedresst und bin nach Minden in die Innenstadt gefahren.
Irgend wie war es dieses mal anders als sonst wenn ich alleine shoppen war. Normalerweise bin ich immer schnell durch die Gegend gehuscht um alles schnell einzukaufen. Nicht so heute.
Es fing schon damit an, dass ich ganz gemütlich in die Innenstadt gefahren bin und einen Parkplatz gesucht habe. Dann bin ausgestiegen, habe Kleider und Haare geordnet und losgegangen, alles ohne hast und eile.
Ich habe verschiede Geschäfte aufgesucht und mich wirklich lange und gründlich umgesehen, was sonst sonst nicht meiner Art ist. Ich war heute völlig ausgeglichen und fühlte mich in meiner Haut pudelwohl. Ich weiss gar nicht wie ich mein heutiges Wohlbefinden verständlich rüberbringen soll.

Obwohl ich beide Mindener Einkaufsstraßen hoch und runtergelaufen bin und fast in jedes Geschäft eingekehrt bin, habe ich nur in einem Laden einen Rock gefunden, der mir gefiel. Es war zwar nicht das was ich suchte aber trotzdem habe ich ihn anprobiert.
Die Verkäuferin hat gefragt ob sie mir helfen könne, aber da hatte ich mir den Rock schon gegriffen und war auf den Weg in die Umkleide.
Es war ein schwarzer bodenlanger Godetrock. An der Hüfte eng anliegend, in Höhe der Knie recht eng und dann bis zum Boden weit fallend. Ich zog mich also um und trat dann auf den Gang vor der Umkleide um mich im Spiegel zu betrachten. ... und schwups, stand auch schon die Verkäuferin neben mir ... Sie sagte "Der Rock steht Ihnen ausgesprochen gut." und ich fand, dass sie recht hatte. Sie fingerte an dem Rock rum zupfte an dem Stoff an der Hüfte und meinte "Sitzt dort ja recht locker - könnte man noch ändern". Gut das ich mein Polsterhöschen angezogen hatte, sonst wäre da noch mehr Luft - habe ich mir gedacht. "Wenn Sie dazu noch Pumps oder Sandalen mit einem kleinen Absatz anziehen, hat er die perfekte Länge." Ich habe sie angelächelt und mich noch einige Zeit im Spiegel betrachtet. Eigentlich wollte ich ihn gar nicht wieder ausziehen, denn diesen Rock zu tragen hat sich wundervoll angefühlt.
Ich habe ihr den Rock aber hinterher wieder in die Hand gedrückt, da ich auf die Schnelle doch keine 100Euro ausgeben wollte, sondern lieber erst noch in anderen Geschäften in größeren Orten schaue. Vielleicht finde ich ja noch was besseres. Aber so wie ich mich kenne, werde ich diesen Rock letztendlich doch kaufen, da ich mich schon jetzt in ihn verliebt habe.
Auf den Rückweg bin ich noch durch die Schuhabteilung des selben Kaufhauses gekommen und habe mich da auch noch einmal umgesehen, obwohl ich nicht damit gerechnet habe, etwas in meiner Größe zu finden ... und da stach mir ein Schild ins Auge "Jetzt auch in Gr. 43" ... nix wie hin!

Sie hatten in dem Regal einige Schuhe stehen, aber nur eins hat mir wirklich gefallen. Ballerinas von Gabor. Ich habe den rechten anprobiert und zu meine Freude passte er sogar. Ich habe die Verkäuferin gebeten mir auch den anderen Schuh zu holen. Auch dieser passte (ich habe zwei verschieden große Füße) und ich beschloss, dass dieses Paar Schuhe von nun an mir gehören sollte.
Als ich der Verkäuferin die Schuhe mit der Bitte zurückgab sie einzupacken, sind wir noch ins Gespräch gekommen. Sie sagte, dass ich auf Grund meiner Größe wohl auch Probleme hätte, anständiges Schuhwerk zu bekommen. Wie recht sie hatte! Sie erzählte, dass die Hersteller die Problematik begriffen hätten und dass dies die erste Saison sei in der es die ersten "Übergrößen" gäbe. In der nächsten Saison sollten dann noch mehr Schuhe für große Frauen in den Läden stehen. Man darf gespannt sein!

Auf dem Rückweg bin ich noch kurz bei der Tanzschule vorbei und habe gefragt ob sie mit TGs Probleme hätten. Nö, haben sie nicht, aber man sollte sich auf jeden Fall vorher noch einmal mit den anderen Kursteilnehmern unterhalten.
Zu guter letzt bin ich noch in einen Supermarkt eingekehrt und habe dort einen jungen Verkäufer etwas verwirrt! 

... ein schöner Tag! 

 

08.11.2008 - Outing bei meinem Bruder

Mal abgesehen von meinen Schwiegereltern, sind mein Bruder und seine Frau die einzigen aus meiner Familie, bei denen ich möchte, dass Sie direkt von mir erfahren was ich ihnen über Tammy zu sagen habe. Bei einer meiner Schwestern ist es mir leider nicht geglückt, weil ein Zufall dazwischen gefunkt hat, ich hoffe aber, dass ich mit ihr auch noch einmal persönlich darüber reden kann. Wie, wann und ob überhaupt Andere von Tammy erfahren ist mir einerlei.
Durch diverse verschiedene Umstände ist es mir bis jetzt nicht geglückt, meinen Bruder mal in Ruhe anzutreffen und ausserdem hatte ich immer ein ungutes Gefühl, weil ich dachte, er würde das nicht verstehen. ... doch weit gefehlt!
Heute habe ich ihn vor seiner Haustür erwischt, denn er wollte gerade weg fahren. Kurzerhand habe ich ihm erklärt was es mit meiner weiblichen Seite auf sich hat und habe ihm mein kleines Fotoalbum gezeigt. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als er es so locker ausgenommen hat. Ich möchte sogar fast behaupten, er hat sich das alles sehr interessiert angehört.
Ich wollte meinen Bruder nicht lange aufhalten und so fragte ich ihn ob seine Frau im Hause ist. Er bejahte und ging mir vorweg ins Haus.
Im Wohnzimmer angekommen verkündete er "M. hat euch etwas zu sagen!". Kaum hatte ich mich gesetzt und das Album zu seiner Frau herüber gereicht, sagte er "Das ist mein Bruder." (der Tonfall klang für mich irgendwie nach Stolz) bevor ich überhaupt etwas sagen konnte.
Seine Frau blätterte interessiert das Album durch und er schaute sich auch noch einmal alle Bilder an.
Wir sprachen noch über Dies und Das, ich beantwortete einige Fragen und dann machte ich mich wieder vom Acker. Ich war erleichtert, dass das so gut geklappt hat!

Hoffentlich geht das bei meinen Schwiegereltern auch so einfach! 

 

29.11.2008 - Vocal-Workshop

Vor einigen Monaten konnten wir einen Logopäden für das Projekt "en femme" gewinnen und am heutigen Tag hatten wir unseren ersten Stimmen-Workshop. Ziel dieses Workshop war es eine weiblichere Stimme zu erreichen.
Auf 9:00Uhr sollte ich Sonya abholen und um 9:15Uhr wollten wir am Veranstaltungsort sein. Der Workshop ging zwar erst um 10:00Uhr los, aber Sonya und ich mussten zusammen mit dem Coach noch einiges vorbereiten und ein paar Mädels wollten auch schon eher erscheinen um sich umzuziehen und zu schminken.
Lasst mich kurz zurückrechnen: 9:00Uhr bei Sonya, 30Min. Fahrt, 30Min. Frühstücken, 1,5Std. Duschen und Dressen, also etwa um 6:00Uhr aufstehen. Ui, ist das früh ... und das, obwohl ich erst um 2:30Uhr ins Bett gekommen bin. Naja, das wird schon irgendwie gehen.
Ich bin zwar mit meiner Stimme recht zu frieden, aber ich hoffte, der Workshop würde mir helfen, diese noch weiter zu verbessern.
Wir lernten wie die Stimme erzeugt wird, welche Unterschiede es zwischen dem Klang einer weiblichen und einer männlichen Stimme gibt und wie man es hinbekommt, auch als Mann eine weiblicherer Stimme zu erzeugen.
Der Workshop ging von 9:00Uhr bis 18:00Uhr und ihr könnt euch vorstellen, dass ich mit wenigen Worten nicht den Inhalt des Workshops wiedergeben kann. Eine Abhandlung über den Workshop würde auch den Rahmen dieses Tagebuchs sprengen und ob es für euch von Interesse ist, kann ich auch nicht mit Bestimmtheit sagen, darum belasse ich auch mit der obigen kurzen Darstellung des Inhaltes.
Nach dem Workshop sind wir noch zu unserem lieblings Chinesen gefahren und einige Mädels sind mitgekommen. Sogar drei Partnerinnen habe sich am Abend zu uns gesellt um zusammen mit uns das leckere Buffet zu dezimieren.
Um 22:00Uhr war ich zu Hause. Erschöpft und müde, ab satt und reich an neuem Wissen.
Eines muss noch kurz erwähnen: Wir hatten ein Mädel dabei, dass heute zum ersten mal raus war. Sie ist anschließend auch mit zum Essen gekommen. Melanie, Du verdienst meinen Respekt!


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Januar 2009 um 02:07 Uhr
 
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