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Seite 9 - Mai 2008 (Pfingstausflug) PDF Drucken
Geschrieben von: Tamara   
Freitag, den 04. Juli 2008 um 13:43 Uhr

12.05.2008 Tammys Pfingsten

 

Während des ersten Tages unseres "en femme" - Projektmeetings am 2. Mai, rief mich meine Tante, bei der ich mich wenige Tage zuvor geoutet habe an, als wir gerade im Mangnus in Bielefeld gemütlich beisammen sassen. Sie wollte unbedingt mit mir über das Thema Transgender reden. Für heute um 11Uhr haben wir dann einen Termin vereinbart. Ich holte meine große Schwester ab und wir sind dann zusammen zu unserer Tante gefahren, wo auch schon meine Cousine und ihr Mann auf uns warteten. Davon, dass das Gespräch sehr interessant war und sehr gut verlaufen ist, möchte ich hier gar nicht weiter berichten. Was hinterher alles passierte war viel lustiger! Gegen 13:30Uhr wurde der allgemeine Aufbruch eingeläutet und ich brachte meine Schwester wieder nach Hause. Dort angekommen nutze ich noch schnell die Gelegenheit meinen Neffen (18 Jahre) davon zu überzeugen, dass er neben einem Onkel noch eine Tante hat. Zuerst hat er das für einen Scherz gehalten aber nach kurzer Zeit hat es dann auch bei ihm "klick" gemacht ...

... was also tun, mit diesem angebrochenen Tag. Ich habe ein paar Freunde angerufen, aber keiner hatte für mich Zeit! So beschloss ich also auf eigene Faust etwas zu unternehmen. Ich fuhr planlos in Richtung Minden und als ich mich so über mein Leben freute, überkam mich ein kleines Hüngerchen. Da der Burger-König in der Nähe wohnte, beschloss ich ihm mal einen Besuch abzustatten. Ich taperte also in sein Königreich hinein, bestellte mir bei seinen Lakaien einen Whopper und einen Milch-Shake und setzte mich draussen an einen Tisch ... (bei bestellen vergass ich übrigens meiner Stimme eine weibliche Note zu verpassen und bestellte mit vollem Bass - was der braungebrannte Goldkettchen-Typ hinter mir wohl bemerkt hat, denn ... ) Als ich so an meinem Tischlein hockte und tafelte, setzte sich der Typ mit seiner Ische an den Nebentisch. Er musterte mich ein wenig und dann stand er auf, kam einige Schritte auf mich zu (seine Freundin/Frau) guckte ganz verständnislos und biss herzhaft in ihren Burger. Noch aus einiger Entfernung sprach er mich an (laut und deutlich, damit es auch die anderen Gäste des Königs hören konnten). "Entschuldigung, Sie sind doch keine echte Frau - oder?!"  Ich habe wohl etwas dämlich geguckt - die anderen Gäste übrigens auch - und musterte ihn dann in aller Ruhe von oben bis unten.  - betretenes Schwaigen - kein Schmatzen (auch nicht von seiner Frau/Freundin aber sie hatte immerhin noch die Backen(Wangen) voll) Dann sagte ich, dieses mal mit einer weiblichen Note in meiner Stimme: "Na, wie ein gestandener Mann sehen SIE aber auch nicht aus!" - und kaute an meinem Burger weiter.  Den Lacher hatte ich nun auf meiner Seite, denn seine Frau/Freundin spuckte ihren vorgekauten Burger vor Lachern über (zum Glück nicht meinen) den Tisch und die anderen wandten sich grinsend ab. Als ich mit Essen fertig war schnappte ich mir meinen Shake und ging zum Auto zurück. Ich öffnete meine Haare, setzte die Sonnenbrille auf, machte laute Musik an und klappte mein Seitenverdeck (Fensterscheibe) herunter. Dann habe ich die Ehre zweier unserer ausländischen Mitmenschen angekratzt.: Ich fuhr auf der virspurigen Straße in Richtung Porta Westfalica quer durch Minden. An der ersten Ampel musste ich schon anhalten - Rot! Im Rückspiegel sah ich, wie ein Audi TT auf der anderen Spur angeschossen kam und neben mir in die Eisen ging. Ich nuckelte genüsslich an meinem Milchshake, guckte aus dem Fenster in das andere Fahrzeug und lächtelte die beiden Typen an und sie guckten mit lüsternen Blicken zurück. Da ich mich mit meinem Wagen nicht vor dem Audi TT zu verstecken brauche, gab ich meinen 120 Pferden die Sporen als es Grün wurde und ließ den TT kommentarlos hinter mir stehen. Nächste Ampel: ROT. Ich lasse meinen Wagen ausrollen und komme ganz locker vor der Ampel zum stehen. Zwischenzeitlich ist aber schon der TT an mir vorbeigeschossen und hat vor der Ampel fast eine Vollbremsung hingelegt. Ich - frech wie ich manchmal bin - mache die Musik noch etwas lauter, nuckel an meinem Milchshake und lächel die beiden an. Deren Blicke sind aber nun nicht mehr lüstern, sondern recht pikiert. (wie kann man sich nur von einer Frau verheizen lassen ... ) 3 - 2 - 1 - Grün: Tammy gibt Gas, und ehe sich die beiden versehen, wurden sie schon wieder abgehängt. Nächste Ampel: ROT - gleiches Spiel: ich rolle aus, der TT schiesst an mir vorbei ... Das Fenster des TT ist nun geschlossen und die beiden würdigen mich keines Blickes mehr - dafür spielt aber der Fahrer mit dem Gaspedal. Die beiden scheinen Blut geleckt zu haben. Ich stelle also meinen Michshake weg, lege den ersten Gang ein und spiele auch mit dem Gas. GRÜN! Beide Wagen beschleunigen gleichstark - ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schnell sind die 50km/h und die 70km/h überschritten bei 85km/h habe ich mich dann kurzfristig dazu entschlossen das Rennen nicht weiter mitzufahren und bin an der nächsten Ampel (Grün) scharf rechts abgebogen. Ich habe noch aus dem Augenwinkel heraus gesehen, dass die nächste Ampel auf der Rennstrecke Rot wurde und hörte dann eine Vollbremsung - solche Deppen! ... aber ich habe mir für diesen Spass ein Loch ins Bodenblech gefreut! Der Rest des Tages war recht unspektakulär. Ich fuhr noch etwas durch die Gegend, setzte mich in ein überfülltes Eis-Caffee ( niemand nahm von mir notiz - natürlich ausser der Gastronomiefachkracht, die mir mit einem freundlichem Lächeln mein Spaghettieis brachte ) und spazierte danach noch eine große Runde durch den Heisterholzer Staatsforst. Beim Wandern musste ich dann feststellen, dass "Stay-Ups" ihrem Namen nicht immer die Ehre machen ...

 

 

23.05.2008 Ein Tag Simone und Tammy

 

Heute nach dem Frühstücken haben wir uns in Schale geworfen und sind nach Minden zum Shoppen gefahren. Ich hatte mir eine Einkaufsliste gemacht aber kaum etwas davon gekauft.

Wie es denn nun mal so ist: Man hat ausnahmsweise mal Zeit und Geld – und dann findet man nichts Gescheites.

Hinterher sind wir dann noch in den Porta-Markt gefahren und haben erst einmal eine Kleinigkeit gegessen. Im E-Center haben wir für das Wochenende eingekauft. Dort ist uns auch Nathies Arbeitskollegen Nadine über den Weg gelaufen. Mal sehen ob das Getratsche auf der Firma jetzt losgeht.

Anschließend sind wir noch bei Voßwinkel, Reno und CA-Women rein. Auch da habe ich nichts gefunden.

Auf dem Rückweg habe ich mich dazu entschlossen, noch einmal kurz bei Hagemeier zwei Blusen zu kaufen, die ich am Vormittag zwar anprobiert, aber nicht mitgenommen habe.

Dann sind wir kurz nach Hause gefahren um uns frisch zu machen – ich habe mich noch schnell umgezogen und anschließend sind wir bei "El Toro" Essen gegengen. Roberto - den Besitzer, er kannte mich bis jetzt nur als Mann - habe ich wohl ziehmlich aus der Bahn geworfen!

Zu guter Letzt haben wir noch einen Spaziergang an der Weserpromenade in Porta Westfalica gemacht. Dort würden wie von einigen Männern angeglotzt „Hallo ;-)“.

Nathie fand den Tag recht nett und das von Männern angegafft werden recht faszinierend!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Oktober 2008 um 16:49 Uhr
 
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