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Seite 2 - Vorgeschichte PDF Drucken
Geschrieben von: Tamara   
Freitag, den 04. Juli 2008 um 00:05 Uhr

Als Kind fing es damit an, dass ich die Sachen meiner älteren Geschwister aufgetragen habe. Leider hat die Anzahl der Schwestern überwogen. Ich habe drei Schwestern aber nur einen Bruder. Zu meinem Leid (damals fand ich das nicht so toll) waren es größtenteils die Kleidungstücke meiner drei Schwestern, denn die Sachen meines älteren Bruders waren immer recht zerschlissen! Das heisst zwar nicht, dass ich in Röcke und Kleider gesteckt wurde, aber die Pullover und Hosen sahen schon recht eindeutig nach Mädchen aus.

Jahre später, etwa mit 14, entdeckte ich auf dem Hausboden die Kleidungsstücke meiner Schwestern, welche meine Mutter dort eingelagert hatte. Darunter fand ich auch Kleider, Röcke, Blusen, Unterwäsche und sogar einen BH mit Kunststoffkörbchen. Fast alles hatte durchaus meine Größe und passte wie angegossen.
Von nun an schlich ich mich sehr oft auf den Hausboden. Ich probierte viele Sachen an und merkte recht schnell, dass ich mich als Mädchen sehr wohl fühlte und später wurde es für mich zu einem Zwang, mich als Mädchen zurecht zu machen. Ich suchte mir sogar eine kleine "Basisausstattung" zusammen und verstecke sie an einem Ort, den ich schneller, leichter und unauffälliger erreichen konnte, damit ich mich spontan mal in ein Mädchen verwandeln konnte, wenn mir danach war. Hin und wieder sind meine Eltern Abends Ausgegangen. Da meine Geschwister schon alle ausgezogen waren, hatte ich das ganze Haus für mich alleine. Ich verwandelte mich dann und verbrachte den Abend als Mädchen. Manchmal habe ich auch den Mut gefunden und bin im dunklen eine Runde um unseren Häuserblock gegangen.
Zu dieser Zeit konnte ich mir aber noch nicht erklären was mit mir los ist, habe mir aber auch keine großartigen Gedanken darüber gemacht. Ich fand es einfach nur schön, dass ich ab und zu ein Mädchen sein konnte

Während der späteren Schulzeit und der Ausbildung ist das verlangen ein Mädchen zu sein etwas in den Hintergrund gerückt, da sich meine Interessen auf andere Dinge konzentriert haben. Zwischendurch war ich aber zusammen mit einem Freund ein paar mal als Mädchen auf Zeltfesten. Das war ein sehr tolles Erlebnis, zumal auch niemand wirklich bemerkte dass ich ein Junge war. Zu dieser Zeit verspürte ich auch das erste mal das Bedürfnis auch in der Realität ein Mädchen zu sein. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich mir das erste mal Gedanken um meinen "Geisteszustand" machte. Ich fragte mich, ob ich noch alle "Tassen im Schrank" hätte und entsorgte meine ganzen weiblichen Sachen.

Viele Jahre später (irgendwann zwischen 19 und 23 Jahren) brach dann alles mit Macht wieder heraus. Ich musste jetzt einfach wieder ein Mädchen (besser ich sage ab jetzt Frau) werden. Ich sammelte mir also wieder alles zusammen und lebte wieder auf. Je öfter ich mich verwandelte, um so besser ging es mir mit der Zeit. Ich ging zwar nie aus dem Haus und war auch nur für wenige Stunden Frau, aber es half mir mein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen. Als ich mich nach einiger Zeit wieder gefangen hatte, kam ich wieder zu dem Punkt, an dem ich mir Gedanken über meinen Geisteszustand machte. Ich dachte darüber nach, ob ich vielleicht ganz als Frau leben wollte. Die Entscheidung viel mir recht leicht: Nein, ich wollte nicht vollständig eine Frau werden! Ich investierte viel Zeit darin, heraus zu finden was mit mir los ist, konnte aber keine Lösung finden. Meine Gedanken fingen immer mehr an, sich im Kreis zu drehen und zogen mich wieder runter, so dass irgendwann einen Schlussstrich ziehen wollte und ein weiteres mal meine ganze "Ausrüstung" entsorgte. Ich versuchte alle Gedanken an das "Frau sein" zu unterdrücken, was mir in der ersten Zeit mehr schlecht als recht gelang. Irgendwann habe ich dann einen Punkt überschritten, ab dem ich kaum noch daran dachte. Es mag daran liegen, dass ich zu diesem Zeitpunkt sehr viel um die Ohren hatte.

Gegen Anfang 2007 wallten die Gefühle wieder in mir auf. Noch stärker als bei den ersten beiden malen. Ich fing langsam wieder an mich auszustatten. Experimentierte ein wenig herum und bin schließlich zu dem geworden, wie Sie mich jetzt kennen.

Ich dachte noch einmal darüber nach, ob ich vollständig eine Frau werden wollte, kam nach reiflicher Überlegung aber auch recht schnell wieder zu dem Schluss, dass ich ein Mann bleiben will, der gelegentlich eine Frau sein kann!
Anfang August 2007 habe ich mich dann bei meiner Frau geoutet und sie hat mir liebevoll unter die Arme gegriffen.
Seit dem nutze ich jede Gelegenheit die sich mir bietet, mich in eine Frau zu verwandeln. Manchmal fällt es mir sehr schwer Rücksicht auf meine Frau zu nehmen und ein Mann zu bleiben. Ich will sie ja schließlich nicht überfordern und ihre Mann soll sie auch nicht verlieren.
Um so perfekter ich es in der letzten Zeit gelernt habe mich zu dressen und zu stylen, um so mehr zieht es mich dahin, mich zu verwandeln.

Wenn ich jetzt eine "Frau" bin, fühle ich mich sehr ausgeglichen und ausgesprochen glücklich. Meine Frau und sehr gute Freunde sagen, ich sei als Tamara eine andere Person. Dem kann ich aber irgendwie nicht zustimmen, denn ich meine mich nicht zu verändern. Mir fällt es allerdings sehr schwer, dies selbst zu beurteilen.

Wenn ich z.B. Abends nach einem Event, einem Kneipenbummel oder vom Besuch bei Freunden nach Hause komme, fällt es mir ungeheuer schwer mich umzuziehen und abzuschminken. Ich fahre manchmal extra große Umwege oder gehe nach der Heimkehr noch etwas spazieren nur um etwas länger in meiner "weiblichen Haut" stecken zu können.
Sollte ich mich dann doch endlich überwunden haben, das Haus zu betreten, setzte ich mich meistens erst noch einige Zeit ins Wohnzimmer und machte es mir ein wenig gemütlich. Irgendwann ist dann aber der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich umziehen muss um ins Bett gehen zu können. Mit jedem Kleidungsstück, dass ich ausziehe, fühle ich, dass ich etwas von mir verliere. Wenn ich dann allerdings komplett umgezogen, abgeschminkt und gewaschen bin und die Sachen wieder in den Schränken verschwunden sind, freue ich mich jedoch darüber einen schönen Tag als "Frau" erlebt zu haben.

Ich habe jetzt eine Menge über mich geschrieben, aber trotzdem weiss ich immer noch nicht ob ich süchtig nach Tamara bin oder ob es ein Zwang oder eine Neigung ist.
Auch jetzt drehen sich bei mir noch die Gedanken im Kreis, wenn ich intensiv darüber nachdenke was mit mir los ist und warum ich so bin.
Fakt ist aber, dass ich nicht anders sein will. Weder möchte ich ganz Mann oder ganz Frau sein, noch möchte ich das "Frau" sein ablegenmüssen. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ich WILL hin und wieder Tamara sein ... und das möglichst perfekt!

Mittlerweile bin ich als Tammy etwa einmal pro Woche auf Achse ...


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Juli 2008 um 18:24 Uhr
 
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